Was uns so bewegt


01.12.2018

Diese beiden Hunde sitzen aktuell in der Tötungsstation von Buzau, Rumänien. Der Rüde wartet schon lange und steht nun ganz oben auf der Tötungsliste. Durch Zufall sahen wir den Post bei Facebook mit der Bitte um schnelle Hilfe und entschlossen uns, den Hund für uns reservieren zu lassen. Kommenden Montag soll er kastriert werden und darf erst dann das Tötungsheim verlassen. Er wird anschließend nach Bukarest gefahren, wo er im Dog Rescue Shelter auf die Ausreise vorbereitet wird. 

Während wir unter dem Post für den grauen Rüden kommentierten, schickte uns eine Tierschützerin das Bild der hellen Hündin. die vor vier Wochen in der Tötung Buzau reserviert worden war, aber nie abgeholt wurde. Die Hündin leidet an einem Stickertumor (https://www.tierklinik.de/medizin/gynaekologie/erkrankungen-der-scheide-und-der-scham/geschlechtskrankheiten-sticker-tumor) und muss ganz, ganz dringend raus und behandelt werden. Kurzerhand beschlossen wir, auch diese Hündin zu reservieren, die ebenfalls nach Bukarest kommen wird.

Ein Hund hat bereits einen Paten, der die Versorgung im Shelter von 50 € monatlich übernehmen würde. Vielleicht findet sich auch ein Pate für den zweiten Hund?


30.11.2018

Diese sechs Welpen wurden vom öffentlichen Shelter Mihailesti in die Tötung Pallady gebracht. Für Welpen aus Tötungen ist die Chance extrem gering, dass sie überleben, da es in den staatlichen Tierheimen vor tödlichen Keimen nur so wimmelt. Nichtsdestotrotz wurden wir gebeten, die Winzlinge rauszuholen, die alle liebe Paten haben, die sie unterstützen möchten. Da das TH heute geschlossen hat, müssen die Mäuse noch warten, bis sie endlich raus können. Es heißt ganz fest die Daumen zu drücken, dass sie Montag noch leben und es schaffen werden.


 

 

 

 

 

Seit dem 29.11.2018 sind wir Mitglied beim Verein Parasitus EX, da es für uns wichtig ist, einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, um kompetent informieren zu können.

 

"PARASITUS EX ...

 

ist nicht etwa der Name eines neuen Mittels gegen Zecken und Flöhe, es verbirgt sich dahinter vielmehr ein Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Grundlagenforschung rund um das Thema “parasitäre Erkrankungen bei Tieren” zu fördern.

Die Idee, in diesem Bereich aktiv zu werden, stammt von Dr. Torsten Naucke (Parasitologe) und Hundehaltern, die durch eigene, an Leishmaniose, Ehrlichiose, Borreliose, etc. erkrankte Tiere gezwungen waren, sich intensiv mit dieser Problematik auseinander zu setzen.

Viele der Betroffenen haben bisher die Erfahrung gemacht, dass Tierärzte in unseren Breitengraden nur wenig über Diagnostik und Behandlung dieser Krankheiten informiert sind. Bis vor wenigen Jahren waren viele dieser „Neuen Krankheiten" hier in Mitteleuropa auch noch nicht existent. Im gesamten Mittelmeerraum sind sie jedoch seit je her weit verbreitet.

Der Import von Tieren aus diesen Ländern, aber auch Reisen mit dem eigenen Hund in den Süden sind die Hauptursachen für die immer weitere Verbreitung der mediterranen Erkrankungen. Übertragungswege, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten sind derzeit noch wenig umfassend erforscht und somit vielfach unbekannt. Die oft nur mit speziellen Untersuchungsmethoden festzustellenden Krankheiten geben noch einige Rätsel auf.

Wie kommt es zu einer Leishmaniose-Erkrankung bei einem Hund, der Deutschland nie verlassen hat? 

In welchen Gebieten in Deutschland fliegt der Überträger der Erkrankung schon herum ?

Wie gefährlich sind importierte Krankheiten für unsere einheimische Tierpopulation und für Menschen, insbesondere KINDER?

Ist es sinnvoll, Hunde in großer Anzahl mit teils bekannten Krankheiten aus dem Süden zu importieren, im Vertrauen darauf, dass ihnen in Deutschland geholfen wird?

Wieso schlägt bei vielen Tieren mit bestimmten nachgewiesenen Krankheiten das bekannte Behandlungsschema nicht mehr an?

Diesen und ähnlichen Fragen will sich der Verein PARASITUS EX widmen, Forschung betreiben und über neue Erkenntnisse informieren. Des weiteren sollen Aktivitäten zur Überprüfung, Erweiterung und Standardisierung von Diagnostikmethoden gefördert werden.

Verlässliche Diagnosen stellen die Grundlage für jede gezielte Behandlung dar.

Auch im Bereich Therapie wird sich der Verein engagieren. Insbesondere wird sich PARASITUS EX dafür einsetzen, die Austestung von neuen Therapeutika an natürlich infizierten Tieren auszuweiten und somit dazu beitragen, Tierversuche zu vermeiden. Denn im Süden gibt es sehr viele kranke Tiere, denen oft aus Kostengründen keinerlei Behandlung zu Gute kommt.

Ein weiteres Vereinsziel ist, erkrankten Tieren vor Ort (d.h. Spanien, Griechenland, etc.) zu helfen, um auf diesem Weg dem bewussten Import von erkrankten Tieren entgegen zu wirken.

PARASITUS EX will darauf hin arbeiten, gemeinsam mit Tierschutzorganisationen Empfehlungen zu entwickeln, welche Maßnahmen im Vorfeld eines geplanten Importes von Tieren, insbesondere Hunden, zu veranlassen sind."

 

https://www.parasitosen.de/